Schon 40 Tage sind vergangen seit Weihnachten. Und genau an diesem Tag feiern wir das Ende der Weihnachtszeit, besser gesagt die "Darstellung des Herrn", Maria und Josef bringen Jesus in den Tempel. Eine Frau galt 40 Tage nach der Geburt ihres ersten Sohnes als unrein und musste nach Ablauf dieser Zeit ein Reinigungsopfer bringen.
Maria machte sich daher auf den Weg in den Tempel. Jeder erstgeborene Sohn galt auch als Eigentum Gottes und sollte durch ein Geldopfer im Tempel ausgelöst werden. Simeon und Hannah erkannten Jesus als den Erlöser und somit
das "Licht der Völker!"
Im Volksmund hat sich nicht die Bezeichnung "Darstellung des Herrn" sondern "Maria Lichtmess" durchgesetzt. Zwei Ereignisse, also die Reinigung und die Darstellung des Herren treffen aufeinander.
Die Lichtsymbolik spielt eine große Rolle. Lichtprozessionen und Sehnungen von Kerzen wurden an diesem Tag durchgeführt. Früher war es auch ein gesetzlicher Feiertag.
Heute stehen in den Kaufhäusern zu dieser Zeit schon Osterhasen bereit und nur wenige Menschen denken daran, dass "HEUTE" eigenlich erst die Weihnachtszeit verabschiedet wird und duch das Licht, das jetzt schon heller ist am Tag, der Vorfrühling eingeleitet und dem Winter so langsam "Adieu" gesagt wird.
Die zu Allerheiligen begonne "dunkle Zeit" findet mit diesem Tag sein Ende. JUHUUUUU :)
Der Februar (febris= Fieber) gilt als Reinigungsmonat- wir können zurückblicken auf Vorsätze oder aber eben gezielt etwas verändern. Sich bereit machen für den Frühling.
Frühjahrsputz, Reinigung von Körper und Geist durch Kuren oder eben Verzicht.
Fasching, der in diese Zeit fällt, galt früher zur Vertreibung von all´den Dingen, die uns daran hindern fröhlich in die Welt zu schauen. Die Seele befreit sich von Spuckgeschichten und Träumen aus den rauhen Nächten. Nach Fasching beginnt dann die Fastenzeit( und wieder sind es 40 Tage)- hier können wir den Leib reinigen- so dass wir wirklich mit frischem Geist und frohem Sinn den Frühling begrüßen dürfen.
Der Jahreszeitentisch verändert sich. Wo noch die Heiligen III Könige standen, kommt noch etwas Schnee, aber am anderen Ende findet "Mutter Erde" ihren Platz.Und nach und nach geht der Schnee und es kommen die Zwerge zurück- die Natur erwacht mit Weidenkätzchen, Wurzeln und vielem mehr..
Eine alte Bauernregel besagt:"Wenn`s an Lichtmess stürmisch und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber kalt und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.."
Nun, bei uns hat es heute den ganzen Tag geschneit und somit konnten wir auch nicht unseren Urlaub zu den Großeltern antreten. Der Weg ist doch zu weit und die Autobahn voll mit Chaos und glatten Strassen. Ein Kleinkind wird wohl so eher keine 3-4 Stunden im Auto verbringen wollen.
Also, mal eben eine kleine Umdisponierung.
Kurzer Hand blieben wir vor Ort und besuchten eines unserer Lieblingscafes zum Frühstücken.
Für den jungen Wilden ein toller Ausflug und auch für uns Eltern ein schöner erster Urlaubstag.
Die Spontanität kommt eben doch nicht zu kurz.
Wir hatten einen wirklich schönen Vormittag und haben viel gelacht. Schön zu sehen, wenn das Kindlein sich an den kleinen Dingen erfreuen kann und so auch die Eltern glücklich sind.
Und so manches Schnäppchen haben wir auch noch gemacht.
Einen schönen großen Weidenkorb für den jungen Wilden und ein tolles Holzpuzzel.
Wenn wir solche Dinge günstig bekommen, dann fragen wir uns oft, warum andere Menschen eigentlich so viel wegwerfen?!
Wir finden viel Second-Hand und sind immer sehr zufrieden damit.
Wie glücklich ich heute war, als wir endlich einen Weidenkorb gefunden haben, indem sich das Kindlein einfach auch mal ausruhen kann.
Egal, wann ich heute im Haus daran vorbei ging, ich habe mich gefreut und meinem Mann wirklich oft gesagt, wie toll ich das finde..Vielleicht mag es für Euch da draußen albern erscheinen, es ist doch nur ein Weidenkorb-aber mir war es wichtig, seit Monaten und irgendwie auch ein Herzensanliegen.
Der junge Wilde setze sich rein, lachte und gab auch seinen Spielkameraden: Scotty und Bubi einen Platz darin.Ach, das war so schön zu sehen, wie das Kindlein seinen Bubi liebevoll übers Haar streicht und lacht.Und als er selbst wieder mehr Platz haben wollte, legte er beie Spielgefährten auf sein Bänklein zu ausruhen.
Tja und beim Abendessen hatten wir auch unsere Freuden. Der junge Wilde holte sich kurzerhand selbst Salat aus der Schüssel. So kann es gehen. Mensch, vor kurzem war er noch so klein und wollte nur Mamas Milchbar.
Die Zeit rennt und es sind so viele kleine Schritte, die wir täglich erleben dürfen. Dafür und für vieles mehr können wir echt dankbar sein.
Nebenbei wurde auch unser kleiner Jahreszeitenteller mit den vielen Lichtlein betrachtet und erkundet.
Zu Maria Lichtmess gehört für uns einfach Maria umringt mit vielen Teelichtern.
Die dunklen Wintertagen sollen schwinden und Neues soll entstehen. Alles erwacht und beginnt nach dem Schnee zu blühen (hoffentlich bald..) wir freuen uns drauf. Der Frühling ist für uns als Familie einfach eine der schönsten Jahreszeiten.Man kann so viel entdecken und muss sich nicht mehr so "Zwiebel-Look" mässig anziehen.
Ich nah’ mich, Herr, zu Dir
als meinen Sonnenschein,
der mich erleuchtet,
erwärmt und macht lebendig sein.
Nahst Du Dich wied’ rum zu mir
als deiner Erden,
so wird mein Herze bald
zum schönsten Frühling werden.
(Angelius Silesius)
Es erwartet uns eine schöne Zeit und wer weiß, was wir im Frühling noch alles als Familie erleben werden.
Vielleicht werden wir nächstes Jahr wieder als Familie an Maria Lichtmess frühstücken gehen- es wäre auf alle Fälle ein schönes Ritual.
Danke fürs zuhören.
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