Stillen..Wochenbett..Anpassung..Gewohnheiten
Wow! wie schnell sich der weibliche Modus umtaktet..
Am Donnerstag entbunden und der Milcheinschuß auf der rechten Seite kam schon Freitags nachts..
völlig Ahnungslos ging es los, aber dank der Hebammen und Krankenschwestern fand ich mich Stück für Stück in die neue Aufgabe hineinen.
Das Hilfreiche war während meines gesamten Klinikaufenthaltes, dass man täglich ein Protokoll führte für bestimmte Dinge, die man mit dem Neugeborenen gemacht hat.
Man glaubt gar nicht, wie viel das alles zu Beginn ist..
Das Wochenbett..ein ganz eigenes Kapitel.
Ich stand am Donnerstag Abend bereits mit meiner zuständigen Krankenschwester auf und am Freitag war ich schon mobil unterwegs..eigentlich sollte ich mit Rollstuhl umher düsen, aber ich nutze diesen nur zum Hinsetzen und ging schön von Ebene 4 auf Ebene 3...
Warum!?
Da unser Sohn leider in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit dem Blutzucker abrauschte, war es notwendig ihn kurzzeitig auf die Kinderstation zu verlegen..
Ein Schock für mich..mitten in der Nacht kommt mein Kind weg..Tränen..Enttäuschung..umso mehr der Ansporn gleich in der Früh mit einer Krankenschwester aufzustehen, den Katheter gezogen zu bekommen und nichts wie weg..
Man glaubt nicht wie sehr das Mutterherz da einem antreibt und förmlich zu Hochleistung bringt..
Dennoch waren wir alle froh, als wir den "Kleinen -Großen" am Samstag Nachmittag wieder zu mir auf Station bekamen..
Endlich konnte es beginnen..Stillen/Stillanleitung usw
Wie reget man den Milchfluss an? Was macht man bei Schlupfwarzen?
Wie halte ich mein Kind richtig..
puhh
sehr viel Sprudelt da auf Einen ein, aber man wächst hinhein...
Das Schönste ist aber, dass man jeden Tag bei seinem Kind neue Eigenschaften entdeckt..
Die Gesichtszüge, das ganze Wesen verändert sich..
so toll und wirklich ein unvergessliches Highlight..stundenlang seinem Kind zu zuschauen, wie es langsam die Welt entdeckt und ankommt.
Wochenbett..
Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten habe, aber ich hatte diesen Blues am 3.Tag- wie von unserer Geburtsvorbereitungs-Hebi prophezeit..
Mir war alles zu viel, nichts ging mir schnell genug und ich war traurig, dass nicht beide Brüste auf "Milchbar Modus" eingestellt waren..
Mein Mann war völlig machtlos..Zuspruch und Hilfe gab eine erfahrene Krankenschwester, die meinen Mann abfing am Aufzug und ihm erklärte, dass alles seine Zeit braucht und es auch durchaus normal sei, wenn es bis zu 8 Tagen dauert, bis eine Frau richtig stillen kann..
Die Zeit der Anpassung, des Kennenlernens hat begonnen und ist sehr spannend..
es gibt also viel zu berichten..
aber jetzt gerade zieht es mich am Meisten an die Wiege meines Sohnes hin und ihn anzuschauen :)
Die Milchbar wird auch bald wieder eröffnet..für den "Kleinen-Großen" Milki ...
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